Käfer-Impressionen

Hier sind noch ein paar Fundstücke aus meiner Diasammlung.

Winter mit Käfer

Das eingeschneite Etwas ist mein alter Käfer Kläuschen, wankelmütiger Begleiter meiner Studentenzeit. Anno 1985 gab’s noch richtige Winter, wie man am Schneebelag auf Klausens Blechkleid sehen kann.

VW 1200 Standard 1970 1985 IV  VW 1200 Standard 1970 1985 III

Matratzenkauf mit Käfer

Das runde Ding unter der Ikea-Matratze ist ebenfalls Kläuschen. Da hatte ich mir gerade eine Matratze für meine erste eigene Studentenbutze gekauft. Auf dem Ikea-Parkplatz stellte sich dann die Frage, wie ich die 140×200 cm große Matratze von Grossburgwedel über die Autobahn nach Hannover-Limmer kriege.

VW 1200 Standard 1970 1985 IVW 1200 Standard 1970 1985 II

Die Lösung tat sich in Form zweier Gepäckträgerbügel auf, die man damals bei Ikea käuflich erwerben konnte. Einen Heckgepäckträger hatte ich schon am Käfer, geschenkt vom Vater einer Schulfreundin (danke nochmal, Johannes).

Somit konnte sich die Federkernmatratze hinten am Hechgepäckträgerbügel abstützen und wurde über dem Dach von zwei Ikea-Dachträgerbügeln gestützt. Mehrere Meter Packband fixierten das Gebilde und über das Sonnendach konnte ich sogar das Verhalten meiner Dachlast kontrollieren.

Den meisten Aufwand hatte ich damit, die Matratze nach dem Transport allein die drei Stockwerke durch’s Treppenhaus zu manövrieren.

Ein Lancia aus Lanciano

So ungefähr 1988 erstand mein Kommilitone Gerd eine alte Lancia Fulvia, ein filigranes Sportcoupe aus den frühen 70ern. Leider stellte sich nach dem Kauf heraus, dass die Fulvia etwas viel Rost um die Hüften aka Kotflügel hatte. Zusätzlich stellte sich heraus, dass die Ersatzteilbeschaffung problematisch werden würde. Der freundliche Italienerspezialist in Hannover hatte aber eine passende Lösung. Er hatte in Lanciano in Italien noch eine „gut erhaltene“ Fulvia, wenn auch ohne Motor.

Also kaufte Gerd noch eine Fulvia. Und, damit wir sie abholen konnten, gleich noch eine passende Reiselimousine mit Anhängerkupplung, einen Ford Consul 1700, ebenfalls aus den beginnenden 70ern dazu. Gelb mit schwarzem Vinyldach, 950 DM, knapp ein Jahr TÜV, 75 PS. Wir tauften ihn Oscar und beluden ihn mit allem, was wir für den dreitägigen Trip brauchen würden, mehreren Flaschen Hohes C, zwei Dosen Ravioli, etwas Ritter Sport und einem kleinen Benzinkocher.

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Frischzellenkur beim alten Sparkäfer

 

Kläuschen, originally uploaded by BugBlogger.

Auf diesem Bild sieht man meinen 70er Sparkäfer fast noch in dem Zustand, in dem ich ihn erstand. Es fehlt nur die olivgrüne, pardon feldgraue Lackierung. Und die Antenne ist von mir, original war noch der Blindstopfen in der serienmäßigen Aussparung. Was man auf den ersten Blick nicht sieht, als Sparkäfer verfügte Kläuschen natürlich noch über die alte 6V-Elektrik, auch ein ewiger Quell von Problemen, angefangen bei Startschwierigkeiten bis zum Anschlußproblem für 12V-Radios.

So ganz ohne Chrom gefiel er mir natürlich nicht, also wurden in mehreren Schrottplatzbesuchen diverse Chromteile beschafft und ergänzt. Die meisten dieser Schrottplätze exisitieren heute gar nicht mehr, damals wusste ich bei den prominesten davon aber immer genau, wo welche Schlachtkäfer herumstanden. Frischzellenkur beim alten Sparkäfer weiterlesen

Im Licht der Öffentlichkeit oder „alternde Raser“

Radarkontrolle
In der Radarkontrolle erwischt

Wer hätte das gedacht, nach zwanzig Jahren bin ich mal wieder mit dem Käfer in eine Radarkontrolle geraten. Es geschah bei der ersten Ausfahrt dieses Jahr, direkt nach der Erteilung der TÜV-Plakette. Eben mahnte mich meine Frau noch, daß dort vorn eine Radarfalle stünde, da machte es auch schon „Knips“. Ein schneller Blick auf den Tacho ergab ca. 98 Sachen. Rechnet man die Mißweisung des antiken Tempomessers und den Abzug der Polizei mit ein, hatte ich ein wenig Glück. 88 km/h werden Fritzchen und mir zur Last gelegt. Zwei Stundenkilometerchen mehr und es wäre punktewürdig geworden.

Pimp my Lego-Käfer

Kaum war er zusammengebaut, begannen auch schon die Pläne für kleine Erweiterungen. Glücklicherweise fristen in meiner Sammlung schon seit längerem mehrere Lego Technik Modelle ihr staubiges Dasein, von dem sie dieses Wochenende erlöst wurden. Schließlich braucht man Material, wenn man einen Lego-Käfer pimpen will.

Grund dafür ist, dass der Käfer zwar gut aussieht, aber keinerlei technische Funktionen beinhaltet. Der Motor ist ein Dummy, Vorder- und Hinterachsen sind starr, weder lenkbar noch gefedert oder angetrieben. OK, das Modell ist sozusagen eine Winzigkeit zu klein geraten, um echte Technik einzubauen, aber a‘ bisserl was geht allerweil.

In der ersten Ausbaustufe habe ich mich dem Motor und der Hinterachse gewidmet. Ziel war, wenn man den Käfer schiebt, sollen sich die Kolben in den Zylinderköpfen bewegen. Und ein wenig Federweg soll auch fühlbar sein. Auf ein schaltbares Getriebe oder die Drehstabfederung habe ich verzichtet, dafür ist einfach zu wenig Platz.

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Der Lego-Käfer ist fertig

Nachdem am Vorabend schon der Löwenanteil der 1626 Teile verbaut wurde, war das Hinzufügen von Dach, Türen, Stoßstangen und Hauben fast schon eine Kleinigkeit. Es ist wirklich erstaunlich, wie man aus 1626 überwiegend eckigen Teilen einen runden Käfer hinbekommt, aber es geht. Chapeau vor den Jungs von Lego.

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Bild 1 der komplettierte Käfer

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Der Lego-Käfer wird zusammengebaut

Die ersten paar Stunden und geschätzt etwas über 1000 Teile habe ich jetzt zusammen. Zeit für ein paar Aufnahmen des aktuellen Stands der Bauarbeiten.

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Bild 1 Vorderwagen.

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Seit 60 Jahren kann man Käfer kaufen

01127-gross.jpgWie die Zeit vergeht, kaum ist der Käfer 70 geworden, kann man ihn schon seit 60 Jahren käuflich erwerben.

Erst seit 60 Jahren? Ja, da war doch diese Zeit, in dem man zwar auf ihn sparen konnte, aber dauernd andere damit durch die Weltgeschichte gefahren sind. Wirklich kaufen konnte man ihn erst seit Sommer 1948, nachdem die Fuhrparkgaragen der Briten, Amerikaner und Franzosen voll waren.

Mehr dazu hier: Vor 60 Jahren wurde der erste VW Käfer von Volkswagen ausgeliefert

Der etwas andere Bulli

Ein Fundstück aus dem Netz. Ist mit 65.000$ nicht wirklich ein Schnäppchen, wäre aber ein toller Wohnzimmerschmuck :-)

holzbus

Winterpause

Irgendwie war das Wetter noch nicht wieder so, daß ich frohgemut den Luftgekühlten aus der Garage geholt hätte. So langsam leide ich schon unter Entzugserscheinungen. Und das Jahr schreitet weiter fort und damit sinken die Chancen, noch einen netten sonnigen Tag für eine kleine Ausfahrt zu erwischen.

Als kleinen Ersatz hatte ich gestern auf der Zugfahrt von Frankfurt nach Berlin eine Fachsimpelei mit einem Kollegen über Käfer und ihren Platz in der Familie. abei kam z.B. zutage, daß der 1200 Standard, so ganz ohne Chrom, bei den Damen verpönt war, weil er durch seine Schlichtheit ein zu schmales Bankkonto anzeigte.

Gott sei Dank, daß Fritzchen ein Export ist, zumindest muß ich mich nicht schämen, ihn vor der Tür stehen zu haben. Obwohl es heute wahrscheinlich eher als Understatement gilt, einen chromlosen Standardkäfer vor der Tür zu haben.

Ich hatte allerdings anno ’85 auch nichts Eiligeres zu tun, als aus meinem chromlosen Sparkäfer unter Zuhilfenahme zweier Schrottplätze einen Luxuskäfer zu machen. Eben den Hauch von Luxus zu erlangen, den verchromte Scheinwerferringe, Radkappen, Stoßstangen, Tür- und Haubengriffe versprühen. Ja, so einfach war es damals…