Dem Kupferwurm auf der Spur

Schon seit 2004, als ich Fritzchen übernahm, hatte ich vor, der Lichtmaschine mal zu Leibe zu rücken. Das diesjährige Maikäfertreffen bietet sich als willkommener Meilenstein an.
Kniffligster Punkt dabei ist nicht einmal die Beschaffung eines neuen Generators, sondern die Wahl der richtigen Werkstatt. Motor ein- und ausbauen gehört definitiv nicht zu den Dingen, die ich in der Bordsteinwerkstatt selbst durchführen will/kann. Die Werkstatt meines Vertrauens hat allerdings vor zwei Jahren dicht gemacht. Und die VW-Vertretung, von der unsere aktuelle Alltagskarosse stammt, hat eben Vertragswerkstattpreise, selbst wenn man die Ersatzteile mit bringt. Dem Kupferwurm auf der Spur weiterlesen

Teilebeschaffung anno 1985

Hier steht beschrieben, wie der 70er Käfer beschafft und lackiert wurde. Das war natürlich nur der Anfang. Auf der Beschaffungs-/Mängel- und ToDo-Liste stand noch jede Menge:

  • 12V-Elektrik
  • Chrom (Radkappen, Stoßstangen, Griffe)
  • Innenraumlackierung
  • Radioeinbau
  • Ersatz der alten Radialreifen

um nur Einiges zu nennen. Der Umbau auf 12V war ein separates Projekt, das aufgrund von Geldmangel erst einmal zurück gestellt wurde. Am einfachsten war der Ersatz der Nicht-Chromteile durch ihre Chrom-Pendants. Zierleisten gab’s keine, was mir auch ganz recht war. Damit gab es erstens weniger Rostmöglichkeiten und zweitens eine coolere Optik. Aber ein bißchen Chrom sollte schon sein. Auf der Einkaufsliste standen also vier Radkappen, vordere und hintere Stoßstange, Türgriffe links und rechts, Haubengriffe vorn und hinten sowie Chromzierringe für die Scheinwerfer.

Bis auf die Stoßstangen ließ sich daß in zwei Schrottplatzbesuchen abwickeln. Käfer kamen eigentlich immer mal wieder neu rein auf dem Schrottplatz meines Vertrauens. Leider meistens mit verbogenen oder verrosteten Stoßstangen. Selbige wurden daher separat per Kleinanzeige beschafft, für zusammen 100 DM. Ungefähr halb soviel hatte der ganze restliche Chrom zusammen verschlungen. Das gab dem Wagen aber auch wirklich ein komplett neues Aussehen.

Wichtig war auch der Ersatz der alten Radialreifen. Auch dafür war der Schrottplatz gut, einfach nach jeweils zwei passenden Rädern suchen, anbauen und fertig. War noch genug Profil auf den Gürtelreifen, war es egal, ob es sich um Michelins oder Contis handelte. Nur keine Gemische auf den Achsen, das sähe die Polizei nicht gern.

Die Innenraumlackierung habe ich nie geschafft, es blieb dabei, die Abdeckungen von Lautsprecher und Tankuhr sowie den Handschuhfachdeckel zu lackieren, eben alles, was sich abbauen liess.

Überhaupt die Tankuhr, ein rares Beutestück für meinen Sparkäfer, der statt Tankuhr serienmäßig einen Reservehahn hatte. Den hat mein Bruder mal betätigt. Danach lief der Käfer noch ca. 50 m, bis der Vergaser völlig verdreckt war. Als kleine Verbesserung habe ich nach dieser Episode einen kleinen Kraftstofffilter zwischen Tank und Vergaser eingebaut, den man immer dann austauschte, wenn der Filtereinsatz von gelb zu dunkelbraun wechselte.

Ach gäbe es doch diese Schrottplätze heute noch…

Radkappen do Brazil

Ich war wieder mal auf Einkaufstour bei eBay. Ich bin ja immer noch erstaunt, was für ein Sortiment an Käferteilen man dort bekommen kann.

[singlepic=28,160,120,,left] Diesmal hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Fritzchen neue Radkappen zu besorgen. Die originalen, mit denen er nun seit 42 Jahren durchs Leben rollt, sind mittlerweile in der Rostpubertät und haben überall Pickel, die man mit einfacher Chrompolitur nicht mehr wegbekommt.

Bei eBay gab’s gleich zwei Angebote, sechs originale Radkappen in gutem Zustand oder vier fabrikneue Nachbauten. Im Endeffekt waren die Nachbauten um den Faktor zehn günstiger und werden ihren Zweck, die Radmuttern zu verbergen und etwas Glanz an Fritzchens Räder zu bringen, durchaus auch erfüllen.

Puristen mögen ob der südamerikanischen Herkunft der Radkäppchen die Nase rümpfen, aber mit den günstigen Nachbauten kann ich leben, bis mir irgendein Gönner originale guterhaltene Neuteile schenkt :-)

Wenn der Postmann klingelt…

Nachdem ich zwischen Weihnachten und Silvester schon das Gefühl hatte, DHL würde mich boykottieren, kam der Paketbote heute gleich mit drei Paketen, in denen sich diverses für oder über Fritzchen und seine Artgenossen befand.

Amazon schickte mir den Kalender „Der Käfer 2005“. Jetzt muß ich mich nur noch entscheiden, ob ich ihn im Büro oder zuhause aufhänge. Im zweiten Amazon-Päckchen waren dann zwei Reparaturhandbücher über den Käfer, mit deren Hilfe ich hoffe, meine verschütteten Kenntnisse von vor 18 Jahren wiederaufzufrischen.

[singlepic=1,160,120,,left]Auch die bei ebay ersteigerten Fersenbretter sind angekommen. Damit läßt sich endlich die Gefahr bannen, daß hinten reisenden Passagieren beim Bremsen die Batterie in die Fersen kippt. Und es sieht hinten einfach oderndlicher aus, wenn da nicht diese dunklen Höhlen unter der Rücksitzbank gähnen :-)

Stilvolles für den Innenraum

[singlepic=16,160,120,,left]Dank Weihnachten und meiner Familie habe ich ein entzückendes Accessoire für Fritzchen bekommen, das ich mir selbst wahrscheinlich nie gekauft hätte. Es handelt sich um eine Vase für’s Armaturenbrett, in den 50ern und 60ern ein gern gesehenes Zubehör in jeder gepflegten Export-Limousine.

Sogar eine echte Plastikblume ist dabei. Wenn Fritzchen also erst mal sein ausgebessertes Gestühl bekommen hat, ist der Innenraum dank der Vase fast schon so gemütlich wie ein Wohnzimmer.

Im Kaufrausch

Durch Fritzchen habe ich eBay erst so richtig für mich entdeckt. Und seitdem ich entdeckt habe, daß man da auch gezielt nach Teilen für deutsche VW Oldtimer Ausschau halten kann, muß ich mich echt bremsen, um nicht ein riesiges und mehrheitlich überflüssiges Ersatzteillager zu ersteigern.

[singlepic=24,160,120,,right]Bis jetzt sind es schon ein gut erhaltenes Lenkrad (das von Fritzchen zeigt deutliche Gebrauchsspuren), eine neue Kofferraumdichtung (die alte ist ziemlich porös) und ein VW-Schlüsselanhänger (die Schlüssel sollen ja standesgemäß aufbewahrt werden).

[singlepic=23,160,120,,left]An Devotionalien habe ich neben dem Schlüsselanhänger auch noch eine kleine Käfer-Kuchenform erstanden.

Jetzt kann ich es also allen meinen Lieben, denen ich mit meinem wiederentdeckten Spleen schon auf den Keks gehe, in Kuchenform versüßen :-)

Ausgrabungen im Keller

Heute habe ich mich in die Abgründe meines Kellers begeben und bin tatsächlich fündig geworden. Neben zwei Käfer-Stoßstangen im Halbrund-Profil, eine davon noch unbenutzt und einer an die Sitzlehne anschnallbare Kopfstütze, die ich schon bei Kläuschen benutzt habe, stieß ich auf zwei verchromte Fensterkurbeln.

[singlepic=7,160,120,,right]Alles, was ich darüber noch weiß, ist, daß sie keinem Käfer entstammen. Ich habe sie vor knapp 20 Jahren auf einem Schrottplatz mal aus einem anderen Oldie ausgebaut. Eigentlich wollte ich damit die hässlichen Plastikkurbeln, die mein 70er Sparkäfer hatte, zu ersetzen. Möglicherweise entstammen sie einem Goggomobil. Wenn jemand näheres weiß, oder sich für die Teile interessiert, meldet euch :-)

neulich auf der CSP-Shop-Webseite

Mit diesem Wischwasserbehälter lassen sich auch ältere Käfer ab Baujahr
1961 ausrüsten die normalerweise mit dem Luftdruck des Reserverades
arbeiten. Der Behälter wird an einer Kotflügelschraube befestigt und
schmiegt sich der Form des Radhauses perfekt an, so dass das
Kofferraumvolumen fast nicht beeinträchtigt wird. Im Lieferumfang
enthalten ist der Wasserbehälter mit Deckel und eingebauter
elektrischer Wasserpumpe.
passend für Käfer 61- (nicht 1302/03!)

[via: CSP-Shop]

Sowas steht, nach der Entdeckung, daß Fritzchens Druckwasserbehälter inkontinent ist, ja eigentlich ganz oben auf meiner Wunschliste. Aber soll ich jetzt nur für die 12 V Wasserpumpe Fritzchens komplette Elektrik von 6 V auf 12 V umbauen? Und warum steht da passend für Käfer 61-, wenn es keine 6 V Ausführung gibt…

Käferteile im Web

Gestern habe ich zwei Stunden lang das WWW nach einem Shop durchsucht, in dem ich einen Scheibenwischerschalter mit elfenbeinfarbenem/weißen Knopf bekomme. Genau der Schalter ist in Fritzchen nämlich nicht original sondern durch einen schwarzen ersetzt, der zu späteren Baujahren gehört und ein wenig die Optik des Armaturenbretts verschandelt.

Die vorläufig noch erfolglose Suche hat meinen Glauben ins WWW etwas erschüttert. Bis jetzt habe ich wirklich alles, was man so brauchen könnte, auch im Netz gefunden, einschließlich eines Verteilergetriebes für meinen Ex-Suzuki-Jeep.

Aber augenscheinlich waren Offroad-Teilehändler schon 1997 besser im Netz präsent als Käferteilehändler 2004. Und auf den Schrottplätzen, durch die ich mich anno ’86 nach Käferteilen gewühlt habe, brauche ich heute nach derartigen Oldtimerteilen nicht mehr zu durchsuchen.

Gibt’s sowas wie ein Amazon für Oldtimerteile? Wenn nein, wer die Geschäftsidee aufgreifen will, ich würde mitmachen :-)

Da bleibt mir wohl nichts übrig, als auf die nächste Veterama etc. zu touren. Sollte jemand wissen, wo ich einen Wischerschalter für einen 62er Exportkäfer bekomme, ich bin für Tipps dankbar :-)